Das absolute Rauchverbot in Berliner Gaststätten ist tatsächlich eingetreten. Seit 01.01.08 stehen auch die Berliner Raucher vor den Türen ihrer jeweiligen Stammlokale. Und beugen sich dem Willen des Gesetzgebers. Bei minus 5 Grad. Und ohne merklichen Widerstand. Im Gegenteil. Die Bereitschaft, seine Sucht vor die Tür zu tragen, grenzt fast schon an lustvolle Selbstgeisselung. Bestraf mich, bitte, denn ich habe gesündigt! Im vorauseilenden Gehorsam sieht man bereits Raucher vor Wohnhäusern versammelt: Um die privaten Lebensräume befreundeter Nichtraucher zu schonen, werden Kartenrunden, Serienabende, Dinnerparties unterbrochen. Seinem Laster wird nur noch in dunklen Hausfluren gefrönt. Die rasante Kriminalisierung eines legalen Genussmittels erschreckt selbst den Freizeitraucher. Vielleicht ganz besonders den. Der bekennende Gelegenheitsraucher konsumierte Nikotin bis dato völlig schuldfrei. In der Kategorie "Gefahren der Großstadt" waren die paar Schadstoffe einer Lucky Strike Silver vernachlässigenswert, das gesundheitliche Risiko wurde gern weil selbstbestimmt in Kauf genommen. Dieser Freiheit zur Selbstverstümmelung sieht man sich nun jäh beraubt. Plötzlich fehlt dem Berliner (Nacht)Leben, wie wir es kannten, eine wesentliche Facette. Wie damit umgehen? Die Wirte boykottieren? Rückzug in die eigenen vier Wände? Private Rauchsalons eröffnen?
Bis die Pioniere dieser Stadt jene Schlupfwinkel ausfindig gemacht und Nischen besetzt haben, in denen wieder würdevoll geraucht werden kann, dient diese Seite als Verzeichnis von Berliner Lokalen, die ihre rauchenden Gäste zumindest nicht vor die Tür setzen.
Friday, January 4, 2008
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
1 comment:
habe bei den zigarrenlokalen nachgefragt, zb. savoy. strategie des clubs wird vorbereitet. mit clubkarte, etc..
Post a Comment