Tuesday, January 8, 2008

Asche zu Asche

Na gut, es ist nicht Berlin, sondern das Moloch Altenwalde next to Cuxhaven gewesen. Trotzdem hat der Eintrag eine Berechtigung, geht es doch um das schwierige Thema "Rauchen in der Nähe des Todes".

So geschehen beim in vielen Region der Republik üblichen und auch in Küstennähe vollzogenen Leichenschmaus. Der Wirt der idylischen und ehemals sicher formschön verrauchten Dorfkneipe kam nicht umhin, seine Gäste trotz der Tatsache das neben der Trauer auch der bis dahin kälteste Tag des jungen Jahres gefeiert hätte werden können, zu bitten, das dem von Natur aus dem Tod recht nahestehenden Rauchen draußen zu frönen.

Es dauerte nur wenige Minuten und der gute Mann hatte ein Nachsehen. Vielleicht weniger die Trauer, die auf dem für eine mit 84 Jahren verstorbene Großmutter üblichen und damit recht mittelmäßigen Level auszumachen war, als viel mehr die eisige Kälte gab seinem ungesetzlichen Handeln den Ausschlag. Seine barmherzige Tat unterlegte er mit den Worten "Aber erzählen Sie das bitte nicht weiter rum."

Keine Angst, mach ich nicht (hätte trotzdem zu gerne die Homepage der Kneipe hinterlassen, weil sie einen lustigen Namen hatte - dummerweise hat die Kneipe keine Homepage), aber es bringt mich doch zu der Frage, ob es für Härtefälle wie Trauerfeiern, Gefängisverhöre oder Betriebsfeiern eine Ausnahmeregelung gibt.

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