Tuesday, January 29, 2008

Rauchen auf der Castingallee


Noch so eine "Institution" wo kein Mensch versteht, warum eigentlich. Das Schwarz-Sauer ist irgendwie immer voll und ich hab noch nicht verstanden, warum.
Jetzt schon - man kann dort noch rauchen. Überall, so viele man will. Es gibt sogar kostenlose Streichhölzer!
Und Longdrinks kosten 5 Euro und haben ordentlich wummms!
Achtung: sie schliessen zwischen 6 und 8 Uhr morgens kurz zum Sauber machen.

Macbook-Land St. Oberholz


Nach anfänglicher Vortäuschung der Gesetzestreue ist alles zumindest wieder halb gut.

Man darf im Oberholz, hinter seinem Apple Notebook rauchen. Leider nicht mehr im gemütlichen Obergeschoss, aber unten "hier so um die Bar rum".

Meine Vermutung ist ja, dass das Personal rebelliert hat - die rauchen nämlich alle. Das auch gerne oft und viel und noch lieber alle zusammen, was dem unfreundlichen Service noch eine besondere Note verleiht.

Aber, heisser Tipp, für dreifuffzig gibt's ne ordentliche Portion Pröseggo!

Saturday, January 26, 2008

Rauchen in der viktoria bar

Die viktoria bar ist ja, so behaupten meine Freunde im Westen, eine Institution. Wer immer den Fehler begangen hat, Schöneberg über die Potsdamer Straße zu betreten, der fragt sich, was es wohl wert ist, an dieser Rue du Tristesse eine Institution zu sein. Oder vielmehr fragte sich. Präteritum. Denn seit wenigen Wochen bestimmen weder die Lage noch das (im Falle der viktoria bar zu erwachsene) Interieur die Lokalwahl. Allein die Lizenz zum Rauchen ist uns Gesetz. Und im lässigen Ignorieren des Rauchverbots könnte die viktoria bar eine Institution werden.

Wednesday, January 23, 2008

Rauchen am Helmholtzplatz


Dass das konspirative Rauchen im Keller des Al Hamra insbesondere am Wochenende damit verbunden sein kann, die Sperrmüll-Fauteuils mit Teenagern-straight-from-Hell teilen zu müssen, wurde hier bereits besprochen. Eine mittlerweile bestätigte Ausweichalternative könnte das Wohnzimmer darstellen. Keine Alternative ist das Houdini. Trotz liebevollem Hinweis.

Rauchen in Wien


Die Heimat lehnt sich auf. Österreich bleibt Raucherzone. Zaghafte Versuche, in Bars und Restaurants NR-Ecken einzurichten, werden vom Volk mit Missachtung gestraft. Die Absage an den gesünderen Lebenswandel ("Man lebt nicht länger. Es kommt einem nur länger vor!") nahm Freitag Abend in einem total überfüllten Anton Frank Gestalt an, wo einzig die mit grünen No-Smoking-Eckerln gekenn-
zeichneten Tische verwaist geblieben waren. Der Bitte, wenigstens einen der für die durch Abwesenheit glänzenden Nichtrauer (das Beste, was sie machen können!) reservierten Plätze den Rauchern zu überlassen, wurde vom Wirten bereitwillig Folge geleistet. Am Samstag dann völlig perplex festgestellt, dass auch im Burgtheater noch geraucht werden darf. Die Foyers sind bevölkert mit Unsereins. Und zwar ganz offiziell. Und legal. Güldene Standascher inklusive. Dass dieser Umstand meinerseits irritiert zur Kenntnis genommen wurde, zeigt auf ganz erschreckende Weise, dass der Brainwash von Seiten des deutschen Staates bereits nach 3 Wochen Früchte zu tragen beginnt.

Der Widerstand muss weiter wachsen! Zum Beispiel im Alt Wien in Berlin-Mitte.

Rauchen in der Pappelallee

Der Widerstand wächst. Oder so glaubt man hoffen zu können, wandert man von Kastanien- Richtung Pappelallee. Im Schwarzsauer herrschen ganz eindeutig Prä-1. Jänner -Zustände. Was leider auch bedeutet, dass man das Lokal nicht aufsuchen will. Nicht mal zum Rauchen. Vergleichbares gilt für das Xion und das Gallia (beide Ecke Pappelallee/Stargarder). Andererseits: Wenn wir jetzt sogar schon bereit sind, in den Friedrichshain auszuweichen. Warum nicht auch diese Lokalitäten, die sich in unserer Nachbarschaft stark machen gegen das Rauchverbot (inkl. Standascher-vor-der-Tür-Täuschungsmanöver), mit der einen oder anderen Konsumation belohnen.

Thursday, January 17, 2008

Rauchen im FHain

Hin und wieder ist man ja gezwungen, den Nicht-Mitterianern bzw. Prenzlbergern ein wenig entgegen zu kommen. Natürlich nur, wenn sie in der Mehrheit sind. So geschehen gestern. Eine Ausreise in den Friedrichshain. "Wo treffen wir uns denn?" - "Irgendwo, wo man rauchen kann!" - "Hmmm"

Tiefeninterview mit Kollegen, 37, rauchend, in FHain lebend ergab folgende Optionen:

Bloona, Gärtnerstrasse 12 - nicht getestet
Geronimo, Sonntagstrasse 9 - nicht getestet
Feuermelder, am Boxhagener Platz, Ecke Simplonstrasse - ganz ehrlicher Laden mit echten Rockern, stehender Luft, Kickertisch, wo noch gefordert wird

PlusMinus Null, Grünberger Str. 61 /Ecke Gabriel-Max-Strasse
Man ist unter sich. Rauchern. Es ist warm. Es gibt mehr als zwei Tische. Man wird bedient. Mit Getränken, Essen und sauberen Aschenbechern. Man sitzt in einem beheizten Zelt, dessen Wände aus durchsichtigem Plastik bestehen, so dass Vorbeilaufende reinsehen können und sich entweder dazusehnen oder herablassend lächeln. Aber egal. Man sitzt IN einer Kneipe! Es ist wie vor drei Wochen. Die Bedienung ist nett, das Essen okay und sooo viele Touris waren da gar nicht.

Rauch frei!

Rauch im Ballhof-Ost

geht, aber (...)

Tuesday, January 8, 2008

Asche zu Asche

Na gut, es ist nicht Berlin, sondern das Moloch Altenwalde next to Cuxhaven gewesen. Trotzdem hat der Eintrag eine Berechtigung, geht es doch um das schwierige Thema "Rauchen in der Nähe des Todes".

So geschehen beim in vielen Region der Republik üblichen und auch in Küstennähe vollzogenen Leichenschmaus. Der Wirt der idylischen und ehemals sicher formschön verrauchten Dorfkneipe kam nicht umhin, seine Gäste trotz der Tatsache das neben der Trauer auch der bis dahin kälteste Tag des jungen Jahres gefeiert hätte werden können, zu bitten, das dem von Natur aus dem Tod recht nahestehenden Rauchen draußen zu frönen.

Es dauerte nur wenige Minuten und der gute Mann hatte ein Nachsehen. Vielleicht weniger die Trauer, die auf dem für eine mit 84 Jahren verstorbene Großmutter üblichen und damit recht mittelmäßigen Level auszumachen war, als viel mehr die eisige Kälte gab seinem ungesetzlichen Handeln den Ausschlag. Seine barmherzige Tat unterlegte er mit den Worten "Aber erzählen Sie das bitte nicht weiter rum."

Keine Angst, mach ich nicht (hätte trotzdem zu gerne die Homepage der Kneipe hinterlassen, weil sie einen lustigen Namen hatte - dummerweise hat die Kneipe keine Homepage), aber es bringt mich doch zu der Frage, ob es für Härtefälle wie Trauerfeiern, Gefängisverhöre oder Betriebsfeiern eine Ausnahmeregelung gibt.

Saturday, January 5, 2008

italienische lösung..

..als man vor drei jahren in italien das härteste nichtrauchergesetz europas realisierte, glaubte keiner, dass die italiener sich unterordnen könnten. doch gerade die italiener halten sich wie kaum eine andere nation an die neuen richtlinien. was aber jetzt entsteht - und das könnte in deutschland auch geschehen - ist die einrichtung gut belüfteter raucherräume, wie zb jener im hotel monaco e grand canal in venedig, ein vorzeigeeinrichtung der rauchernation. hier pumpt eine fast völlig geräuschlose anlage den zigaretten- und zigarrenrauch in den kamin des hotels. keine billige installation, aber für den gastronomen einträglich, denn nun dürfen dort auch wieder kellner servieren. die gäste strömen und btw. ist es auch angenehm, die bar nicht mit rauchgeschwängerter kleidung verlassen zu müssen. etwa 8000 gastronomen haben in italien die einrichtung ähnlicher räume beantragt. gesetzte bedürfen einfallsreichtum, da kann die hochtechnologienation deutschland von den italienern lernen..

die nach dem gesetz rufen..

..gestern in tempelhof, fest, vierzig leute, mehrzahl raucher. rauchen auch hier nur mehr auf dem balkon toleriert. aus rücksicht auf die nichtraucher. ok.
aber otto macht eine richtige beobachtung: jene, die seit einigen tagen am härtesten gegen raucher argumentieren, sind raucher, die sich nun beschneiden, die die neue gesetzliche situation auch als ihre prüfung wahrnehmen. sie rufen nun in eckkneipen nach schutz vor jenen rauchern, die sich nicht fügen wollen. es ist also ein bürgerkrieg zwischen rauchern. und es ist auch ein typisch deutscher fingerzeig: der ruf nach dem gesetz. "da gibt es ein gesetz", imitiert otto diese leute hämisch, betont das gekreische der anderen mit überschlagender stimme. ist das noch berlin, wo man nach gesetzen ruft?
 

Friday, January 4, 2008

Rauchen im Al Hamra

Das Al Hamra hatte schon immer viele Vorzüge. Die Wohnzimmer-Atmo war einer davon. Der orientalische Sonntagsbrunch ein anderer. Internet-Café hätt's meinetwegen nicht sein müssen. Und die Funktion der Kellerräume hat sich mir in den letzten Jahren auch nie erschlossen, ihre Existenz blieb gar lange Zeit unbemerkt. Das hat sich schlagartig geändert: Mit dem heutigen Tag hat das Untergeschoss eine Pole Position auf meiner Die-Vorzüge-des-Al Hamra-Liste eingenommen. Dort sind Raucher nämlich nicht nur geduldet. Nein, sie können sogar stilecht an einer Bar sitzen. Und die Todeskombi Nikotin & Alkohol in sich rein tun. A votre santé!

Adresse:
Raumerstraße 16, 10437 Berlin

Rauchen im Osswald

Das Osswald hat sich bis dato durch sein reichhaltiges Frühstücksbuffet und eine großartige Himbeervinaigrette ausgezeichnet. Seit Anfang des Jahres steht außerdem der hintere Teil des Lokals für den ungestörten Nikotingenuss zur Verfügung. Vielen Dank dafür!

Adresse:
Raumerstrasse 17, 10437 Berlin

Ich rauche. Also bin ich.

Das absolute Rauchverbot in Berliner Gaststätten ist tatsächlich eingetreten. Seit 01.01.08 stehen auch die Berliner Raucher vor den Türen ihrer jeweiligen Stammlokale. Und beugen sich dem Willen des Gesetzgebers. Bei minus 5 Grad. Und ohne merklichen Widerstand. Im Gegenteil. Die Bereitschaft, seine Sucht vor die Tür zu tragen, grenzt fast schon an lustvolle Selbstgeisselung. Bestraf mich, bitte, denn ich habe gesündigt! Im vorauseilenden Gehorsam sieht man bereits Raucher vor Wohnhäusern versammelt: Um die privaten Lebensräume befreundeter Nichtraucher zu schonen, werden Kartenrunden, Serienabende, Dinnerparties unterbrochen. Seinem Laster wird nur noch in dunklen Hausfluren gefrönt. Die rasante Kriminalisierung eines legalen Genussmittels erschreckt selbst den Freizeitraucher. Vielleicht ganz besonders den. Der bekennende Gelegenheitsraucher konsumierte Nikotin bis dato völlig schuldfrei. In der Kategorie "Gefahren der Großstadt" waren die paar Schadstoffe einer Lucky Strike Silver vernachlässigenswert, das gesundheitliche Risiko wurde gern weil selbstbestimmt in Kauf genommen. Dieser Freiheit zur Selbstverstümmelung sieht man sich nun jäh beraubt. Plötzlich fehlt dem Berliner (Nacht)Leben, wie wir es kannten, eine wesentliche Facette. Wie damit umgehen? Die Wirte boykottieren? Rückzug in die eigenen vier Wände? Private Rauchsalons eröffnen?

Bis die Pioniere dieser Stadt jene Schlupfwinkel ausfindig gemacht und Nischen besetzt haben, in denen wieder würdevoll geraucht werden kann, dient diese Seite als Verzeichnis von Berliner Lokalen, die ihre rauchenden Gäste zumindest nicht vor die Tür setzen.